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Wir stehen heute vor einer pädagogischen Herausforderung, die es in der Vergangenheit nicht gab: Kinder haben einen veränderten Status in der Gesellschaft; ihre Beziehung zu den Erwachsenen ist nicht mehr durch Angst geprägt – oder sollte es zumindest nicht mehr sein. Die Gehirnforschung belegt, dass Kinder unter Druck nicht lernen können und, dass Kritik schadet. Zum guten Gedeihen brauchen Kinder gleichwürdige Beziehungen zu Erwachsenen. Doch oft treten die Kinder Erwachsenen gegenüber, die noch in einer Gehorsamskultur aufgewachsen sind. Diese Erwachsenen haben als Kinder selbst keine respektvollen Beziehungen erlebt, sie können nicht auf eigene Erfahrungen zurückgreifen, die ihnen im Kontakt mit Kindern hilfreich wären. Pädagogen heute müssen ihre eigene Haltung immer wieder aufs Neue überarbeiten. Kinder brauchen Erwachsene, die bereit sind, sich zu entwickeln und Verantwortung für sich und für die Beziehung zu Kindern zu übernehmen.

Kinder sind kompetent, sie können persönliche Verantwortung übernehmen, sie sind von Anfang an sozial, ihre Reaktionen sind immer sinnvoll. Aber sie sind nicht in der Lage, ihre Beziehungen zu Erwachsenen zu gestalten. Kinder brauchen Erwachsene, die ihnen helfen, ihre Integrität zu wahren und ihnen mit Gleichwürdigkeit und Respekt begegnen. Hier müssen die Erwachsenen in Vorleistung gehen.

Meine Arbeit verfolgt den Zweck einer nachhaltigen Veränderung unserer pädagogischen Kultur, insbesondere in Kindergärten und Schulen.

Begleitung im Arbeitsalltag

Veränderungen vollziehen sich prozessual. Gewonnene Erkenntnisse etablieren sich meist nur langsam in der Praxis. Ich halte folgende Angebote für Pädagogen als notwendige Unterstützung: